Erbrecht

Erbrechtliche Gestaltungen

Bei der Erstellung von Verfügungen von Todes wegen und von lebzeitigen Übertragungen geht es darum, die Interessen des Erblassers nach jeder Richtung umfassend festzustellen, die jeweilige Verfügung eindeutig zu formulieren und hierbei den sichersten Weg zu wählen, um die gewünschten Ziele zu erreichen. Insbesondere folgende Dokumente sind hierbei von Bedeutung:

  • Testamente
  • Ehegattentestamente
  • Unternehmertestamente
  • Erbverträge
  • Übergabeverträge (vorweggenommene Erbfolge durch lebzeitige Übertragung)
  • Vorsorgevollmachten und andere Vollmachten

Unternehmensnachfolge

Die Regelung der Unternehmensnachfolge und der Vermögenssicherung bei Familienunternehmen soll gewährleisten, dass das Unternehmen erhalten und von der Familie fortgeführt wird, damit es der Unternehmerfamilie weiterhin als wirtschaftliche Grundlage dienen kann. Hierfür existieren verschiedene gestalterische Ansätze:

  • Übergabe des Unternehmens durch vorweggenommene Erbfolge bzw. Schenkung
  • Übergabe im Rahmen der gewillkürten Erbfolge durch Testament oder Erbvertrag
  • Übertragung durch gesetzliche Erbfolge
  • Übergabe durch alternative Gestaltungen: Beteiligung an Personen- oder Kapitalgesellschaften; Errichtung von Stiftungen als Beteiligungsträger

Beratung im Erbfall

Im Erbfall ist es das Ziel der Beratung, unverzüglich die Situation des Nachlasses zu ermitteln und den berechtigten Personen ihre Ansprüche und ihre Handlungsalternativen anschaulich zu machen. Besondere Verfahren wie Erbscheinsverfahren, Testamentsvollstreckung, Nachlassverwaltung und Nachlasspflegschaft sind zu berücksichtigen. Dies betrifft im Einzelnen die folgenden Beteiligten:

  • Erben
  • Erbengemeinschaften
  • Vermächtnisnehmer
  • Pflichtteilsberechtigte
  • Begünstigte aufgrund von Auflagen

Gerichtliche Durchsetzung von erbrechtlichen Ansprüchen

Im Konfliktfall bleibt zuweilen am Ende nur der Weg, die berechtigten Ansprüche mit Hilfe der Gerichte durchzusetzen. Hierbei sind Engagement, Sorgfalt und Augenmaß in besonderer Weise geboten. Die erbrechtlichen Klagen richten sich vor allem auf die Gegenstände:

  • Auskunft
  • Erbenfeststellung
  • Herausgabe der Erbschaft
  • Erbteilung
  • Vermächtniserfüllung
  • Pflichtteilsanspruch
  • Herausgabe von Geschenken

Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer

Die Erbschaftsteuer knüpft an den Erbfall und somit an den konkreten Erwerb des jeweiligen Berechtigten an. Die Schenkungsteuer erfasst ergänzend den Erwerb aus Zuwendungen unter Lebenden. Folgende Aspekte der Besteuerung sind hier zu beachten und bestmöglich zu gestalten:

  • Steuerbefreiungen
  • Behandlung betrieblicher Vermögen
  • Erbersatzsteuer bei Familienstiftungen
  • Steuerklassen
  • Freibeträge
  • Abzüge aus Nachlassverbindlichkeiten